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Zimmerei Ehrath
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WERKSTATT
Kapellenstraße 25 
79292 Pfaffenweiler 

 
 
Sanierung von außen
Wir treffen am häufigsten auf ein fertig ausgebautes Dachgeschoss. Es gibt dann nur eine Möglichkeit, das Dach zu sanieren, nämlich mit der Sanierung von außen. Die vorhandene Dacheindeckung muss entfernt werden. Ist bereits eine Dämmung vorhanden, muss diese geprüft werden. Ist sie noch stabil? Ist Feuchtigkeit eingedrungen? Aus welchem Material besteht die Dämmung? Ist eine ältere Dämmung mit aufkaschierter Alufolie vorhanden, so muss diese auf jeden Fall entfernt werden. Die Entsorgung erfolgt nach den technischen Richtlinien für Gefahrenstoffe (TRGS 519 regelt den Umgang mit Faserstoffen).

Je nachdem wie das Sparrenfeld aussieht, gibt es dann verschiedene Möglichkeiten. Für eine ausreichende Dämmwirkung müssen mindestens 20 cm Dämmstärke erreicht werden. Die Sparren älterer Dächer sind meist nur 12-14 cm stark. Ihre Stärke reicht also nicht aus. Es ist möglich, die Sparren zu verstärken, indem man Hölzer auf die Sparren aufschraubt, um eine Stärke von mindestens 20 cm zu erreichen. Danach kann man Zwischensparrendämmung einsetzen, die die nötige Dicke aufweist.

Eine andere Möglichkeit ist, an die bestehenden Sparren seitlich Bohlen anzuschrauben, um eine Stärke von mindestens 20 cm zu erreichen. Diese Variante wird gerne bei alten Dächern gewählt. Hier ist die Dachfläche oft nicht eben. Durch die Aufdoppelung kann auf einfache Weise eine ebene Dachfläche geschaffen werden und man erhält gleichzeitig die passende Dämmstärke.

Eine Kombination von Zwischensparrendämmung und Aufsparrendämmung ist ebenfalls möglich. Das Sparrenfeld wird in der vorhandenen Stärke der Sparren gedämmt und zusätzlich wird eine Dämmplatte über den Sparren verlegt. Sie muss dann so stark sein, dass mindestens 20 cm Stärke erreicht werden. Dabei lassen sich verschiedene Dämmstoffe kombinieren, um optimal für sommerliche Hitze und die Kälte im Winter gerüstet zu sein.

Zuerst wird immer das Sparrenfeld vorbereitet. Kleine Nägel oder Klammern, die aus der bestehenden Innenverkleidung herausragen, müssen entfernt werden. Kältebrücken und Schwachstellen müssen beseitigt werden, zum Beispiel Innenwände, die zu weit ins Feld hineinragen. Danach wird die Schicht, die das Dach luftdicht macht, in die Sparrenfelder eingebaut. Sie darf auf keinen Fall beschädigt werden und muss an die Traufwand und die Giebelwand angeklebt werden. Das Mauerwerk sollte im betreffenden Bereich egalisiert werden, damit sauber geklebt werden kann. Es ist wichtig, dass eine geschlossene Oberfläche entsteht. In manchen Fällen wird die Dichtungsschicht auch bis auf den Außenputz verklebt. Das ist jedoch nur möglich, wenn später die Klebefuge abgedeckt wird. Die Bahn wird über die einzelnen Sparren hoch- und wieder heruntergeführt. Man spricht deshalb auch von einer Berg-und-Tal-Verlegung. Es gibt spezielle Kleber und Klebebänder für diesen Einsatzbereich, und sie müssen unbedingt verwendet werden.

Als zweiter Schritt wird nun die Dämmung eingebaut, wie zuvor beschrieben, und durch die wasserführende Schicht vervollständigt. Das Dämmpaket ist fertig.

Nach oben aufbauend folgt nun die Konterlattung. Sie wird direkt auf den Sparren befestigt. Sie gibt, je nach Ausführung, der Unterspannbahn oder einer Dämmplatte den nötigen Anpressdruck. Auf einer Unterspannbahn wird die Konterlatte genagelt, auf Dämmplatten geschraubt. Das Format der Latten wird in speziellen Richtlinien geregelt. Die Konterlattung muss so befestigt werden, dass sie die Last der Ziegel in den Sparren übertragen kann. In dieser Konterlattung zirkuliert außerdem Luft, die Ziegel und Latten vor Verrottung schützt.

Abschließend folgen die Dachlattung und die Dacheindeckung.

Zu beachten ist, dass durch die Veränderung des Dachaufbaus bestimmte Bauteile angepasst werden müssen. Da das Dach dicker wird, müssen zum Beispiel Dachfenster höher gesetzt werden. Auch die Blechteile an Gauben und die Dachrinnen müssen erneuert oder gegebenenfalls abgeändert werden.

 
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