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Bei PUR-Dämmstoff handelt es sich um einen Dämmstoff, der als Aufsparrendämmung verwendet wird. Er wird über den Dachsparren verlegt.
PUR steht für Polyurethan, den am häufigsten verwendeten Kunststoff am Bau. Das Material wird im Werk auf verschiedene Stärken aufgeschäumt. Auch hier gilt: Der Gesamtdämmwert richtet sich nach der Stärke und dem Aufbau der Dämmplatte. Die Platte wird entweder durch eine Aluminium- oder Vlieskaschierung beidseitig zusammengehalten. Dabei wird in der Regel eine Wärmeleitzahl von 0,025 W/m*K erreicht. Bei diesem Dämmstoff kommt man mit einer geringeren Materialstärke als bei Dämmstoffen mit 035 oder 040 aus, um den gleichen Dämmwert zu erzielen.
Im Unterschied zu einer Zwischensparrendämmung sind die Dämmplatten mit Nut und Feder versehen und können fortlaufend über die Sparren verlegt werden. Bei dieser Verlegeart entstehen keine Schwachpunkte im Sparrenbereich.
PUR-Platten gibt es in unterschiedlichen Ausführungen:
- beidseitig aluminiumkaschiert
- beidseitig vlieskaschiert
- zusätzliche oberseitige Unterspannbahn
Die Unterspannbahn dient, wie schon an anderer Stelle erwähnt, als wasserableitendes Material und damit zum Schutz des Dämmstoffes,.
Befestigt werden die Platten durch eine aufliegende Dachlatte. Diese wird mit speziellen Schrauben bis in den Sparren eingeschraubt.
Herstellung
Ausgangsstoffe für die Herstellung von Polyurethanplatten sind Erdöl, aber auch nachwachsendende Rohstoffe, wie Zuckerrüben, Mais oder Kartoffeln. Der für die Platten verwendete PUR-Hartschaum entsteht durch die chemische Reaktion flüssiger Grundstoffe unter Zusatz von Treibmitteln. In Deutschland wird als Treibmittel hauptsächlich Pentan verwendet. Bei der Herstellung verklebt das Gemisch mit einer unteren und einer oberen Deckschicht. So können verschiedene Dicken hergestellt werden. Die Deckschichten können aus Papier, Metall- oder Verbundfolien, Mineralvlies, Glasvlies, Dach- oder Dichtungsbahnen bestehen.
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