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Bei Holzweichfaser-Dämmstoff handelt es sich um einen Dämmstoff, der als Zwischensparrendämmung und als Aufsparrendämmsystem erhältlich ist. Er ist daher ideal, um beide Dämmvarianten miteinander zu kombinieren. Hergestellt wird dieser Dämmstoff aus Holzresten, die bei der Holzverarbeitung entstehen.
Die Holzreste werden zu Holzfasern vermahlen. Diese Fasern können dann in zwei unterschiedlichen Herstellungsverfahren weiterverabeitet werden:
Nassverfahren
Beim Nassverfahren werden die Fasern mit Wasser zu einem Brei vermischt, dem eventuell noch Paraffin und Latex zugesetzt wird. Die Masse wird dann auf einer Presse endlos ausgewalzt, getrocknet und anschließend profiliert. Dabei ist nur eine Plattenstärke herstellbar. Die notwendige Dämmstärke wird durch das Zusammenkleben mehrerer Platten erreicht.
Trockenverfahren
Beim Trockenverfahren werden die Holzfasern statt mit Wasser mit PUR-Harz besprüht. Ein spezielles Dampf-Luftgemisch sorgt dann für die Haftung der Holzfasern untereinander. Es sind Platten bis zu 24 cm Dicke möglich.
Steife Platten (ohne Latexzusatz) werden über den Sparren verlegt und bilden eine vollflächige Dämmebene ohne Schwachpunkte. Flexible Platten werden zwischen die Sparren geklemmt. Die Platten erfüllen gleich zwei Aufgaben in einem:
1. Sie dienen als Dämmstoff (Wärmeleitzahl 0,040 W/m*K),
2. die Oberfläche ist wasserableitend, d. h. sie erfüllt die gleiche Funktion wie eine Unterspannbahn.
Dieser Dämmstoff hat ein hohes Gewicht, was sich positiv auf den sommerlichen Wärmeschutz auswirkt. Der Dämmwert ist dafür etwas schlechter.
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