|
Über das Dach geht sehr viel Energie verloren. Warme Luft steigt nach oben und zieht durch das Dach nach außen. Mit einer guten Dachdämmung kann also sehr viel Energie eingespart werden. Das macht sich natürlich bei den Heizkosten bemerkbar. Und auch die Umwelt wird dadurch deutlich entlastet. Nicht nur der Energieverlust, auch andere Faktoren machen eine Sanierung sinnvoll.
Drei Gründe, warum sich Hausbesitzer für eine Dachsanierung entscheiden sollten:
- 1. Steigende Heizkosten
- 2. Überhitzung des Dachgeschosses
- 3. Unangenehme Zugluft
Diese drei Probleme können durch eine gute Dämmung des Daches behoben werden. Zur Dämmung zählt man dabei nicht nur den Dämmstoff selbst, sondern das ganze Dachpaket bzw. den Dachaufbau.
Wir betrachten den Aufbau von außen her:
A. Schutzschicht
Diese Schicht liegt über den Sparren, also unter den Ziegeln.
Dafür wird meist eine Unterspannbahn verwendet (andere Möglichkeiten werden an anderer Stelle beschrieben). Sie schützt den Dämmstoff vor Wind und Wetter. Die Ziegel darüber sind notwendig, da sie oberhalb der Unterspannbahn einen belüfteten Zwischenraum bilden. Darin kann die Luftfeuchtigkeit oder der Wasserdampf, der von innen durch das Dach diffundiert, abgeleitet werden. Dies schützt Ziegel und Dachlattung vor Verrottung. Selbst bei einem fachmännisch gedeckten Dach ist es möglich, dass Flugschnee (wenn es schneit und stark windet) unter die Ziegel eindringt oder bei Starkregen Regenwasser unter die Ziegel kommt. Die Hauptaufgabe der Unterspannbahn ist es dann, das Wasser vom Dachaufbau und dem Dämmstoff fernzuhalten. Wenn der Dämmstoff nass wird, verliert er seine Dämmfähigkeit. Auch Wind, der über das Dach bläst, wird von einer sauber verklebten Unterspannbahn abgehalten.
B. Dämmstoffschicht
Diese liegt meistens zwischen den Sparren oder, alternativ, auf den Sparren aufliegend. Bei den verschiedenen Dämmstoffen gibt es also Unterschiede in ihrer dämmenden Wirkung: wie gut die Dämmung im Sommer und im Winter ist oder ihr Schallschutz. Die Dicke der Dämmschicht und die Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffes sind entscheidend für den angestrebten Wärmeschutz. Je nach Dämmstofftyp ist daher eine bestimmte Dämmstärke erforderlich.
C. Luftdichtungsschicht
Die Luftdichtung dient zum Schutz der Dämmung von innen. Sie schützt den Innenraum vor Zugluft und sie verhindert Energieverlust durch das Dach, Tauwasserbildung im Dämmstoff und Konvektion.
Sie ist, was die Verarbeitung angeht, der aufwendigste Teil des Dämmpaketes. Für diese Schicht werden besondere Papiere und Folien verwendet. Sie müssen um die einzelnen Bauteile herumgeführt und perfekt verklebt werden. Es dürfen keine Fehlstellen in der Verklebung verbleiben und keine Löcher oder Risse in der Luftdichtung sein. An solchen Stellen würden massive Bauschäden entstehen. Die Art und Weise, wie mit der Luftdichtung konkret umgegangen wird, ist abhängig davon, ob der Dämmstoff zwischen den Sparren oder obenauf liegt oder ob der Dämmstoff im schon ausgebauten Dachgeschoss eingebaut werden soll.
D. Innenverkleidung
Die Art der Innenverkleidung zählt nur dann zum Dämmpaket, wenn der Dämmstoff von außen eingebaut wird.
Diese vier Teile bilden das Dämmpaket und müssen sorgfältig ausgeführt und aufeinander abgestimmt sein. Gerade im Sanierungsbereich gibt es viele Details, die gut durchdacht und sauber gelöst werden müssen. Eine perfekte Ausführung ist planbar!
|